Das Jahr 1945, die Periode des Sozialismus

Nach dem Jahr 1945 kam es zur Verstaatlichung und zur Fusion mit der ehemaligen Clignons Italienische Weinstube. Die Weinstube ist bis heute  immer noch funktionell verbunden  (gemeinsame Keller, Küche auf der Parzelle Nr. 4 nützt das Objekt Nr.3 aus, Ausgang aus dem Restaurant (Nr.3) ins  Gebäude Nr.4 –  Konditorei, später Bierstube). Unter verschiedenen Namen und Firmensitzen betrieben es Restaurace a jídelny (der  Betrieb Restaurants und Speiselokale). Angeblich sollte die Gebäude die Familie Šilhan aus Rumburk (Rumburg) besitzen oder verwalten. Einzelheiten darüber werden noch ermittelt.

    

Der Name Cafe Henke war nach dem Krieg nicht akzeptabel, so wurde er durch den Name Krym, der bis zur Übernahme durch die Firma Wika blieb , nur im Jahre 1968 trug es den Namen Svoboda (Freiheit). Nach Invasion der Sowjetischen Armee war der Name Krym durch ein schwarzes Tuch verhüllt (wie auch weitere russische Namen und Bezeichnungen) und auf dem Transparent erschien der Name Svoboda (Freiheit). Drei Monate vorher besuchte anlässlich des 50.jährigen Jahrestag des Rumburger Aufstandes der damalige Präsident Ludvík Svoboda. Es soll  eine Fotografie mit Herrn Präsidenten  in der Weinstube Nr.3 existieren. Zeitzeugen erinnern sich noch heute an seine Speisen und weitere Einzelheiten. Diese Seiten werden einen Raum für solche Erinnerungen, und zeitgenössische Fotografien, z.B. von zahlreichen Hochzeiten, bieten. Das Foto des Präsidenten in der Weinstube wird vielleicht auch einmal wieder aufgefunden. Ebenso hoffen wir Fotos der damals bekannten Schauspielergruppe, die sich hier in den 60. Jahren bei Dreharbeiten zum Film über den Rumburger Aufstand  verköstigte, aufzutreiben. Bevor sich Zeitzeugen zu Wort melden versuche ich eine Geschichte nacherzählen, die ich vor kurzem hörte:

“Es war einst ein nobel Lokal,  vielleicht das einzige, wo man nicht ohne  erforderliche Krawatte hinein durfte.  In der Weinstube wurden Live-Musik Konzerte veranstaltet.  Weil man nicht ohne erforderlichen Anzug herein durfte, reichten  Gäste, die sich schon im Lokal befanden, ihre Kleiderstücke von dem Fenster der  ersten Etage den unten Wartenden herunter.”.

Viele Jahre arbeitete  als Küchenchef, Herr Vladislav Džbánek. Heute ist er bekannt als Hersteller von echten  tschechischen Semmelknödeln. Im Jahre 1963, gleich nach dem Militärdienst, trat er seine Arbeit in der Küche an und hat dort bis Ende 1992 ausgehalten (die Periode Kellner und Winkler). Der neue Besitzer übernahm   die alten Beschäftigten nicht und so musste er sich am 1. Januar 1993 am Arbeitsamt melden.

Der Chefkoch kehrt an sienen Tatort zurück …

Sozialistische Anerkennung und Auszeichnungen für das Lebensmittelgeschäft